Zum Inhalt springen
APA Logo

10. Oktober 2017 - Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit - psychische Erkrankungen sind ganz normal

Zum  Welttag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober erinnert Christian Deutsch,  SP-Gemeinderat und Vorstandsvorsitzender von [ganznormal.at] (http://ganznormal.at/), daran, dass ein Drittel aller  Menschen in Österreich mit psychischen Problemen kämpft. „Leider ist es nach wie  vor ein Tabu über eine psychische Erkrankung zu sprechen. Es mangelt an  gesellschaftlicher Akzeptanz“, sagt Deutsch, der mit dem Verein [ganznormal.at] (http://ganznormal.at/) seit 2011 die öffentliche  Diskussion über seelische Gesundheit in Österreich fördert. Die Behandlung von  psychischen Erkrankungen sollte so normal sein wie die Behandlung eines  Beinbruches.

Den  diesjährigen internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober 2017  widmet die Weltgesundheitsorganisation dem Thema psychische Gesundheit am  Arbeitsplatz. Weltweit leidet fast jeder Zehnte an Depressionen oder  Angstzuständen. Zwischen 1990 und 2013 hat sich die Zahl der Betroffenen  weltweit von 416 auf 615 Millionen Menschen erhöht. Die  Arbeitsbedingungen ändern sich und die Gesundheitspolitik muss dem gesteigerten  Versorgungsbedarf, auch für psychische Erkrankungen, endlich Rechnung tragen.  Österreich gibt nur 6% des Gesundheitsbudgets für die Behandlung von psychisch  erkrankten Menschen aus, obwohl bereits ein Viertel der gesamten Krankheitslast  von psychischen Erkrankungen verursacht wird. „Das ist ein Alarmsignal. Der  psychiatrische und psychotherapeutische Bereich muss daher dringend ausgebaut  werden", sagt Deutsch, der sich auch als Mitglied des Gesundheitsausschusses im  Wiener Gemeinderat für eine Gleichstellung von physischen und psychischen  Erkrankungen einsetzt.